JÜRGEN HUMMEL


 

Durchblutung verbessert das Sehen

 

Es gibt Krankheiten bei deren Behandlung die Ärztliche Kunst an erheblichen Grenzen stößt. Eine diese Erkrankungen ist die Durchblutungsstörung der Netzhautmitte, nämlich des Bereiches in dem die Sehschärfe der Netzhaut angesiedelt ist dem sogenannten gelben Fleck oder der Macula. Wenn altersbedingt die  Durchblutung etwas schlechter wird, dann ist es zuerst die Macula die davon betroffen wird. Die für die Sehschärfe notwendigen Zapfenzellen erkranken, und bilden sich langsam zurück. In der Folge wird die Sehschärfe schlechter. Im extremen Fall wird sogar die zentrale Netzhaut eingeschmolzen, und es entsteht einfach ein Defekt, in den man die darunterliegende Aderhaut offen liegen sehen kann. hu-03.JPG (39211 Byte) Das bedeutet für den Patienten, daß er einen unscharfen oder dunklen Fleck hat, an allen Stellen zu denen er gerade schaut. Beispielsweise kann er ein Gesicht oder das Zifferblatt einer Uhr nicht mehr erkennen, obwohl er sich im Raum zurechtfindet. Rechtzeitige Diagnostik bei einem Augenarzt und die Durchführung einer Fluoreszenzangiographie (!!) schaffen schnell Klarheit über die Diagnose. Zur Therapie oder wenigstens zur Verlangsamung des Fortschreitens der Erkrankung ist eine vitaminreiche Ernährung ebenso notwendig wie die Optimierung der gesamten Kreislauffunktionen des Patienten.   Bei der feuchten Form der AMD wird inzwischen erfolgreich das Medikament Lucentis®  in den Glaskörper des Auges injiziert. Bei der trockenen Erscheinungsform der AMD setzen wir weiterhin sehr erfolgreich die Spritzentherapie nach Professor BANGERTER ein, die wir zu einem KURPROGRAMM erweitert haben.

 

Aus "Gesund sein - Vital bleiben"  1/2001

siehe auch:  Maculatherapie